Gem. Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Gudensberg am 11.04.2026
Am 11.04.2026 fand die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Gudensberg in Dorla statt. Stadtbrandinspektor Markus Iffert und seine Stellvertreterin Katrin Möbus präsentierten den anwesenden 98 Mitgliedern und Gästen eine umfassende Bilanz des vergangenen Jahres 2025.
Grußwort der Bürgermeisterin
Bürgermeisterin Sina Massow betonte in ihrem Grußwort einmal mehr den besonderen Stellenwert der Feuerwehr für die Stadt Gudensberg. Sie hob hervor, dass die Kameradinnen und Kameraden mit ihrem Engagement, ihrer Professionalität und ihrem Zusammenhalt maßgeblich zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger beitragen. Besonders hob sie die Vielzahl an geleisteten Stunden in Einsätzen, Ausbildung und Organisation hervor. Ihr Dank galt ausdrücklich auch
denjenigen, die zusätzliche Verantwortung übernehmen – von den Wehrführungen über die Jugend- und Kinderfeuerwehren bis hin zu Fachbereichen wie Atemschutzwerkstatt, Kleiderkammer, Brandschutzerziehung und Öffentlichkeitsarbeit. Als wichtige Projekte im vergangenen Jahr nannte sie unter anderem die neue Drehleiter sowie die neue Schutzkleidung für die Atemschutzgeräteträger. Sie machte aber auch deutlich, dass auch die Stadt Gudensberg sparen müsse und es deshalb unerlässlich sei, künftig eine verantwortungsvolle Priorisierung von Investitionen vorzunehmen. Abschließend dankte sie allen Feuerwehrangehörigen für ihren Einsatz und betonte: „Die beste Ausstattung bringt nichts ohne die Menschen, die dahinterstehen – und das seid ihr.“
Bericht Stadtbrandinspektoren
Personal- und Altersstatistik
Zum Stichtag 31.12.2025 hatten die Einsatzabteilungen insgesamt 209 Mitglieder, davon 148 Männer und 61 Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein leichter Rückgang um 9 Mitglieder. Die Ehren- und Altersabteilung zählte 57 Mitglieder.
Die Jugendfeuerwehren konnten ihre Mitgliederzahlen weiter steigern und verzeichnen aktuell 120 Mitglieder. Die Feuerlöwen bestehen aus 71 Mädchen und Jungen.
Einsatzstatistik 2025
Im Jahr 2025 wurden die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Gudensberg zu insgesamt 105 Einsätzen alarmiert. Diese teilen sich auf in 19 Brandeinsätze, 64 Hilfeleistungen und 22 Fehlalarme. Erfreulicherweise blieben größere und besonders schwere Einsätze auch im vergangenen Jahr aus.
Zu den besonderen Einsätzen zählten unter anderem ein Brand in einem Sondergebäude in Gudensberg, ein Kellerbrand, ein Blitzeinschlag in Obervorschütz, ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person sowie mehrere kleinere Brandeinsätze im weiteren Jahresverlauf.
Gemeinsame Ausbildung und Lehrgänge
Auch im Jahr 2025 wurden zahlreiche gemeinsame Ausbildungsdienste durchgeführt, um die Zusammenarbeit und Einsatzfähigkeit weiter zu stärken. Highlights hier war u.a. die Ausbildung bei der Bundeswehr zum Thema Hubschrauberabsturz, der Besuch bei der DRK Landesverstärkung sowie eine Einheit zum Thema E-Mobilität.
Die Lehrgangsbeteiligung war gut, allerdings doch rückläufig. Insgesamt wurden 59 Lehrgänge und Seminare absolviert, davon 37 auf Kreisebene sowie 22 an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel.
Die Technische Einsatzleitung (TEL) traf sich ebenfalls regelmäßig zu Ausbildungsdiensten. Themenschwerpunkte waren unter anderem S-Funktionen, Grundlagen der Stabsarbeit, die Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 sowie das Unwettermodul. Darüber hinaus wurde auch die Zusammenarbeit mit der TEL im Chattengau intensiviert.
Der 22. Katastrophenschutzzug des Schwalm-Eder-Kreises war ebenfalls aktiv. In vier Ausbildungsdiensten wurden u.a. Themen wie Waldbrand, Hochwasser und Fahrerschulungen behandelt. Eine personelle Veränderung ergab sich in der Zugführung ab 2026: Lars Völske übernahm die Leitung und wird künftig von Jasmin Althans unterstützt.
Besondere Ereignisse, Projekte und Investitionen
Ein bedeutender Meilenstein im Jahr 2025 war die offizielle Indienststellung der neuen Drehleiter (DLAK 23/12), die bereits bei mehreren Einsätzen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte. Zudem wurden rund 65 Atemschutzgeräteträger mit neuer Schutzkleidung ausgestattet. Auch künftig ist eine schrittweise Modernisierung der Ausrüstung vorgesehen. Der Standort Gudensberg hat sich zudem weiter als Ausbildungsstandort etabliert und wurde für zahlreiche Lehrgänge sowie externe Übungen genutzt.
Ein besonderes Highlight war das Festwochenende in Dorla anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr in Verbindung mit dem jährlichen Stadtfeuerwehrtag.
Markus Iffert berichtete im Anschluss noch über die Arbeit der einzelnen Fachabteilung, wie der Atemschutzwerkstatt, der Kleiderkammer, der Brandschutzerziehung sowie der Presse und Öffentlichkeitsarbeit, bevor er, auch im Namen von Katrin Möbus, Dankesworte an die Versammlung richtete:
Er bedankte sich bei allen für die Unterstützung im vergangenen Jahr. Sein Dank galt auch der Verwaltung der Stadt Gudensberg, Bürgermeisterin Sina Massow, dem Ersten Stadtrat Günter Hempel, dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung für die gute und offene Zusammenarbeit.
Besonders dankte er allen Führungskräften der einzelnen Abteilungen, den Fachgruppen, Jugendfeuerwehren, Feuerlöwen, Gerätewarten und allen aktiven Kameradinnen und Kameraden, denn sie alle haben durch ihre engagierte Mitarbeit maßgeblich zum Erfolg und zur Leistungsfähigkeit der Feuerwehren der Stadt Gudensberg im Jahr 2025 beigetragen.
Abschließend gab Katrin Möbus noch einen Ausblick auf das Jahr 2026. Im Fokus stehen unter anderem die weiteren Planungsschritte für das Feuerwehrhaus in Deute, die noch nicht abgeschlossene Renovierung am Standort Obervorschütz sowie die Ersatzbeschaffung eines HLF 20 für die Feuerwehr Gudensberg und die Planung eines TSF-W für die Feuerwehr Deute.
Zudem wurde die Dringlichkeit zur Schaffung einer hauptamtlichen Stelle für die Feuerwehren der
Stadt Gudensberg nochmals deutlich hervorgehoben. Die stetig steigenden Anforderungen, insbesondere im Bereich Wartung, Organisation und Verwaltung, führen zu einer erheblichen Mehrbelastung der ehrenamtlichen Kräfte. Vor diesem Hintergrund appellierten die Stadtbrandinspektoren an die städtischen Gremien, die Einrichtung einer solchen Stelle zur Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit der Feuerwehren in ihre weiteren Planungen aufzunehmen.
Bericht der Stadtkinderfeuerwehr
Die Mitgliederzahlen sind weiterhin erfreulich. 71 Kinder im Alter von 6-9 gehören der Kinderfeuerwehr an. In einem Video wurde den Anwesenden die zahlreichen und beeindruckenden Aktivitäten der Kinderfeuerwehr präsentiert.
Bericht des Stadtjugendfeuerwehr
Dieser Bericht kann im Bericht der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr nachgelesen werden.
Ehren- und Altersabteilung
Bernd Völske berichtete stellvertretend für den erkrankten Seniorenbeauftragten Hermann Wessel. Aufgrund dessen Erkrankung fanden im vergangenen Jahr nicht ganz so viele Aktivitäten statt. Trotzdem nahm man am Kreisseniorentreffen in Gombeth teil, am Stadtseniorennachmittag in Dissen mit Besichtigung des Müllkraftheizwerkes und war mit einer kleinen Abordnung bei der Übergabe der neuen Drehleiter. Für 2026 soll es einige Änderungen geben, u.a. wird derzeit ein Email-Verteiler aufgebaut, um Einladungen künftig per Mail versenden zu können, darüber hinaus soll es keine formellen Treffen mehr geben, sondern vielmehr gesellige Nachmittage zum Plaudern oder Besichtigungen von Firmen usw. Eins betonte Völske noch: Die Ehren- und Altersabteilung hat Nachwuchsprobleme, was u.a. mit den gesetzlichen Bestimmungen zur Hochsetzung des Einsatzalters auf 65 bzw. 67 zurückzuführen ist.
Grußwort von Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar
Tanja Dittmar lobte die Feuerwehren der Stadt Gudensberg erneut für ihre hohe Leistungsfähigkeit
und das große Engagement in allen Bereichen. Besonders hob sie die Vielzahl an Kreisausbildern hervor sowie die sehr gute Eignung des Standorts für Lehrgänge. Auch die Brandschutzerziehung wurde von ihr ausdrücklich als vorbildlich bezeichnet und als wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit hervorgehoben. Insgesamt, so Dittmar, „laufe es in Gudensberg einfach“, was auf die hervorragende Unterstützung durch die die städtischen Gremien zurückzuführen sei, aber selbstverständlich in erster Linie den Menschen zu verdanken sei, die sich in der Feuerwehr engagieren. Ein weiterer Schwerpunkt ihres Grußwortes war die gute Zusammenarbeit auf überörtlicher Ebene, insbesondere im Bereich der Technischen Einsatzleitung (TEL), die im Chattengau sehr gut funktioniere.
Christoph Hiebsch (Feuerwehr Gudensberg) und Lars Völske (Feuerwehr Dorla) wurden bei der Versammlung offiziell aus ihrem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen. Beide hatten ihr Amt als Wehrführer aus persönlichen Gründen niedergelegt. Ihnen wurde für ihr langjähriges Engagement sowie ihre geleistete Arbeit großer Dank und Anerkennung ausgesprochen sowie ein kleines Präsent überreicht.
Tobias Fricke wurde von den Aktiven der Feuerwehr Dorla zum Wehrführer gewählt sowie Marcel Schomberg zum 2. stellv. Wehrführer. Bei der Feuerwehr Gudensberg wurde André Heß zum Wehrführer und Alexander Ahlborn zum 1. Stellv. Wehrführer gewählt. Die formelle Bestellung zum Ehrenbeamten erfolgte durch die Überreichung der Ernennungsurkunde sowie dem Ablegen des Amtseides.
Beförderung, Ehrungen, Übergaben und Anerkennungsprämien
Übergaben in die Alters- und Ehrenabteilungen:
Thorsten Happel (Dorla),
Michael Meyer (Deute),
Jürgen Kramp (Deute)
Übergaben in die Einsatzabteilung:
| Deute | Gudensberg | Obervorschütz |
| Leo Kastl | Lara Berwind | Kadir Demir |
| Tino Ringlebe | Henri Happel | Pascal Baumann |
Anerkennungsprämien:
| 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre | 40 Jahre |
| Martina Bräutigam, OV | Heike Heyer, Gdbg. | Lars Gerhold, Deute | Carsten Lucas, Maden |
| Tobias Fricke, Dorla | Christopher Höhmann, Gdbg. | Sven Martin, Gleichen | Volker Schmeißing, Gdbg. |
| Julia Gerhold, Deute | Marcel Schomberg, Dorla | Michael Meyer, Deute | |
| Fabian Simon, Deute |
Silbernes Brandschutzehrenzeichen:
Dirk Schneider (Gudensberg)
Kinderfeuerwehr-Medaille
| Bronze | Silber |
| Christina Braun, | Tatjana Mlotek |
| Josie Walz |
Beförderungen:
| Löschmeister | Oberlöschmeister | Hauptlöschmeister |
| Maik Gerhold, Deute | Tobias Müller, Deute | Niklas Kohl, Dissen |
| Christian Wurzler, OV | Niklas Brandebusemeyer, OV |
Hauptbrandmeister
Lars Völske









