Abschlussübung der Zusatzweiterbildung Notfallmedizin
Am Samstag fand im Feuerwehrhaus Gudensberg der praktische Höhepunkt der 80‑stündigen Zusatzweiterbildung Notfallmedizin statt. In einer umfangreichen Abschlussübung arbeiteten Feuerwehr, Rettungsdienst und Notärzt:innen eng zusammen, um Einsatzsituationen zu trainieren.
Im Mittelpunkt stand das Zusammenspiel von technischer Rettung, medizinischer Erstversorgung und Einsatzkoordination. Diese gemeinsame Praxis ist für uns als Feuerwehr von großer Bedeutung, um im Ernstfall schnell, sicher und abgestimmt handeln zu können. Bei gemeinsamen Einsätzen besteht häufig akute Gefahr für Menschenleben – dann müssen alle Maßnahmen präzise ineinandergreifen. Die Teilnehmenden erhielten zudem wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise der jeweils anderen Organisation.
Wir danken allen Teilnehmenden und Ausbildern für ihr Engagement, ihre starke Leistung und die hervorragende Zusammenarbeit.
Geübte Einsatzszenarien
Rettung aus dem Führerhaus:
Bei einem simulierten Verkehrsunfall wurde die schonende
Rettung eines verletzten Fahrers aus einem hochgelegenen
Führerhaus trainiert. Mithilfe von Rettungsplattformen und einem
Spineboard erfolgte die patientengerechte Befreiung nach dem Grundsatz:
„So schnell wie nötig, so schonend wie möglich.“
PKW‑Unfall: Variable Rettungsstrategie:
In einem weiteren Szenario wählten die Einsatzkräfte
je nach Verletzungsmuster die passende Rettungstechnik.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Notärzt:innen arbeiteten flexibel
und eng abgestimmt zusammen,
um unterschiedliche Lagen realitätsnah abzuarbeiten
Personenrettung über die Drehleiter:
Wenn enge oder steile Treppen, das Patientengewicht
oder eine besonders schonende Rettung es erfordern,
erfolgt die Personenrettung über die Drehleiter.
Dieses Vorgehen wurde am Übungsturm
der Feuerwehr Gudensberg trainiert, bevor die „Patienten“
zur weiteren Versorgung fiktiv dem Krankenhaus zugeführt wurden.