Einsatzübung des Katastrophenschutzzuges Gudensberg
Am Sonntag, den 30.08.2026, standen für den Katastrophenschutzzug Gudensberg mehrere Einsatzübungen auf dem Programm. Angenommen wurde ein Waldbrand in einer anderen Region. Da die dortigen Feuerwehren durch den Einsatz gebunden waren, wurde der Katastrophenschutzzug Gudensberg zur Unterstützung alarmiert und sollte vor Ort den Grundschutz übernehmen.
Um dieses Szenario möglichst realitätsnah zu üben, wurden in Gudensberg mehrere unterschiedliche Einsatzlagen vorbereitet. Die Einsatzleitung wusste dabei im Vorfeld nicht, welche Aufgaben auf sie zukommen würden. Die Einsätze liefen zum Teil parallel, sodass nicht nur die Einsatzkräfte gefordert waren, sondern auch die Einsatzleitung die Entscheidungsfindung, die Koordination der Einsatzkräfte sowie die Kommunikation innerhalb der Führungseinheit unter möglichst realistischen Bedingungen üben konnte.
Einsatz 1: H1Y Tiefbauunfall in Dorla
Die erste Einsatzlage führte die Einsatzkräfte nach Dorla. Dort wurde ein Tiefbauunfall angenommen. Eine Person war bewusstlos in einem Schacht aufgefunden worden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich gefährliche Gase im Schacht befinden, ging ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung vor. Der Patient wurde aus dem Schacht gerettet und anschließend zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben.
Einsatz 2: H1Y Verletzte Person im 3. Obergeschoss
Bei der zweiten Einsatzlage wurde eine schwer verletzte Person im 3. Obergeschoss angenommen. Eine Metallstange hatte sich durch den Körper der Person gebohrt.
Für die Einsatzkräfte galt es zunächst, einen geeigneten Zugang zur verletzten Person zu schaffen. Mithilfe eines Leiterhebels konnte die Person aus ihrer Lage befreit und gerettet werden.
Einsatz 3: F2Y Gebäudebrand mit Personen im Gebäude
Zum Abschluss wartete noch eine größere Einsatzlage auf die Einsatzkräfte. Angenommen wurde ein Gebäudebrand mit insgesamt vier vermissten Personen.
Mehrere Atemschutztrupps gingen zur Menschenrettung in das Gebäude vor. Die Räume wurden systematisch abgesucht und die vermissten Personen nacheinander ins Freie gebracht.
Durch die drei unterschiedlichen Einsatzlagen konnten sowohl die technische Hilfeleistung und die Menschenrettung als auch der Einsatz mehrerer Atemschutztrupps bei einem Gebäudebrand geübt werden.
Ein großes Dankeschön geht an alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die sich an diesem Sonntag die Zeit für die Ausbildung genommen haben. Ebenso geht ein Dank an die Jugendfeuerwehr, die bei der letzten Übung die Rolle der vermissten Personen übernommen hat, sowie an die Ausbilder für die Vorbereitung und Ausarbeitung der einzelnen Einsatzszenarien.
