Bericht zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gudensberg-Dorla e.V.
Am 14. Februar 2026 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gudensberg-Dorla e.V. für das Berichtsjahr 2025 statt.
Bericht des Wehrführers
In seinem letzten Bericht als Wehrführer und Vereinsvorsitzender blickte Lars Völske auf das vergangene Jahr zurück. Zum 31.12.2025 bestand die Einsatzabteilung aus 24 aktiven Einsatzkräften. Insgesamt wurden im Jahr 2025 1.787 Stunden geleistet, was einem Durchschnitt von 74 Stunden pro aktivem Mitglied entspricht. Einige Mitglieder leisteten aber aufgrund von Zusatzfunktionen deutlich höhere Stundenzahlen.
Zu Einsätzen im eigenen Ortsteil Dorla kam es im Berichtsjahr nicht. Die Feuerwehr Dorla rückte jedoch zu 7 Einsätzen im Rahmen der Tagesalarmierung der Feuerwehren der Stadt Gudensberg aus. Völske betonte erneut die große Bedeutung der Tagesalarmierung und appellierte an die Einsatzkräfte, sich nach persönlicher Verfügbarkeit aktiv an diesen Einsätzen zu beteiligen. In die Aus- und Fortbildung wurden insgesamt 128 Stunden investiert. Dazu zählten unter anderem die Grundausbildung Motorkettensäge, ein Sanitäterlehrgang an der HLFS Kassel, eine Juleica-Fortbildung sowie der Erwerb des Feuerwehrführerscheins.
Ein besonderer Höhepunkt im Jahr 2025 war die Übergabe der neuen Drehleiter an die Feuerwehr Gudensberg sowie die Ausstattung der Atemschutzgeräteträger mit neuer Schutzkleidung.
Theo Kaiser konnte an diesem Abend offiziell in die Einsatzabteilung übergeben werden.
Jugendfeuerwehr
Die Jugendfeuerwehrwartinnen Romina Eubel und Sara Ohlwein berichteten über ein aktives und ereignisreiches Jahr. Zum Jahresende zählte die Jugendfeuerwehr 15 Mitglieder (7 Jungen, 8 Mädchen). Aus der Kinderfeuerwehr wurden zwei Feuerlöwen übernommen, zudem gab es einen Austritt.
Insgesamt leisteten die Jugendlichen 1.461,44 Stunden, davon 115,5 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 25,8 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Ein besonderer Höhepunkt war das Festwochenende im September mit dem 60-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Dorla. Weitere Aktivitäten wie der Kindersachenbasar, Berufsfeuerwehrtage, ein eigenes Zeltlager, ein Spieleabend sowie der Jahresabschluss stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.
Kinderfeuerwehr (Feuerlöwen)
Kinderfeuerwehrwartin Tanja Völske berichtete über ein aktives Jahr 2025. Zum 31.12.2025 zählte die Kinderfeuerwehr 6 Mitglieder. Zwei Kinder konnten im September erfolgreich in die Jugendfeuerwehr übergeben werden, zudem gab es einen Neueintritt. Seit Herbst 2025 besteht eine Zusammenarbeit mit der Kinderfeuerwehr Deute, um gemeinsame Aktionen in größerer Gruppe durchführen zu können.
Im Jahr 2025 fanden 22 Treffen mit insgesamt 186,42 Stunden statt. Neben spielerischen und kreativen Angeboten standen auch feuerwehrtechnische Inhalte auf dem Dienstplan. Ein Höhepunkt war auch hier das Festwochenende im September, bei dem die Feuerlöwen mit einer Tanzeinlage am Freitag sowie der Tatzenabnahme am Samstag vertreten waren.
Die Alters- und Ehrenabteilung bestand zum Jahresende aus 11 ehemaligen Einsatzkräften. Im Jahr 2025 fanden 5 Treffen mit insgesamt 88 Stunden statt. Zudem unterstützte die Abteilung die Einsatzabteilung bei Verwaltungsarbeiten, Besorgungsfahrten und der Verpflegung. Auch die Teilnahme an Stadt- und Kreisseniorentreffen gehörte zum Jahresprogramm.
Thorsten Happel wurde zudem in die Alters- und Ehrenabteilung übergeben.
Verein
Der Feuerwehrverein zählte zum 31.12.2025 insgesamt 111 Mitglieder (ohne Kinder- und Jugendfeuerwehr). Diese setzen sich aus 76 passiven, 24 aktiven sowie 11 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung zusammen. Rechnet man Kinder- und Jugendfeuerwehr hinzu, engagieren sich insgesamt 135 Personen in der Feuerwehr Dorla.
Ein besonderer Höhepunkt war das dreitägige Festwochenende im September:
Am Freitag wurde das 60-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr gefeiert, am Samstag fand der Stadtfeuerwehrtag statt und am Sonntag das Brunnenfest, bei dem Dorla zudem Stempelstelle der Tour de Chattengau war. Völske bedankte sich hier ausdrücklich bei allen Helfern für das gelungene Wochenende. Besonders dankte er den Familien Schwartze, Geiser, Zuschlag, Colmorgen und Höhle die für das Fest Flächen sowie Strom und Wasser zur Verfügung gestellt haben.
Neuwahlen
Da Lars Völske sein Amt als Wehrführer und Vereinsvorsitzender aus persönlichen Gründen niederlegte, musste neu gewählt werden.
Gewählt wurden:
- Tobias Fricke zum Wehrführer
- Lars Höhle zum 1. stellvertretenden Wehrführer
- Marcel Schomberg zum 2. stellvertretenden Wehrführer
- Tanja Völske zur Vereinsvorsitzenden
- Kathrin Wagner zur Schriftführerin
Verabschiedung und Dank Lars Völske
Ein besonderer Moment der Jahreshauptversammlung war die Verabschiedung von Lars Völske, der sein Amt als Wehrführer und Vereinsvorsitzender aus persönlichen Gründen niederlegte. Mit seinem Rücktritt endet eine insgesamt 19-jährige Zeit der Führungsverantwortung in der Feuerwehr Dorla. Neun Jahre lang führte er die Wehr als Wehrführer und Vereinsvorsitzender. Zuvor war er bereits als stellvertretender Wehrführer sowie als Jugendwart tätig.
In seiner Amtszeit als Wehrführer erlebte die Feuerwehr Dorla viele prägende Momente – schöne ebenso wie traurige. Zu den besonderen Höhepunkten zählten die Indienststellung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs, der Anbau des Feuerwehrhauses sowie der zweifache Gewinn der Stadtmeisterschaft. Diese Erfolge stehen beispielhaft für eine Zeit, in der sich die Feuerwehr Dorla sowohl organisatorisch als auch kameradschaftlich weiterentwickelt hat.
Lars Völske dankte in seinen Abschiedsworten dem Vorstand für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit, der stellv. Stadtbrandinspektorin für die gute Unterstützung auf Stadtebene, seinem Vater für gute Ratschläge und die Übernahme zahlreicher Verwaltungstätigkeiten, Frank Theis für die gute Vorbereitung auf das Wehrführeramt sowie besonders der Mannschaft, die ihn all die Jahre getragen und unterstützt habe.
Auch wenn er seine Führungsämter abgibt, bleibt Lars Völske der Feuerwehr weiterhin eng verbunden. Als Kreisausbilder und Zugführer im Katastrophenschutzzug Gudensberg wird er weiterhin Verantwortung übernehmen und selbstverständlich auch aktives Mitglied der Einsatzabteilung in Dorla bleiben.
Stellvertretend für die Mannschaft dankte Lars Höhle Lars Völske für seinen außergewöhnlichen Einsatz. Laut Florix belaufen sich die geleisteten Stunden von 2017 bis 2026 auf 2.220, doch allen ist bewusst, dass die tatsächliche Zahl weit darüber hinausgeht. Besonders hervorgehoben wurden seine Verlässlichkeit, sein Blick für das große Ganze und die Art, wie er die Feuerwehr Dorla über viele Jahre hinweg geprägt hat. Zum Abschied gab es ein T-Shirt sowie ein Buch mit vielen persönlichen Widmungen und Anekdoten aus seiner Wehrführerzeit.
Bericht der stellvertretenden Stadtbrandinspektorin
Die stellvertretende Stadtbrandinspektorin Katrin Möbus dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Das Jahr 2025 sei kein Jahr mit außergewöhnlich vielen Einsätzen gewesen, dennoch wurden im Stadtgebiet Gudensberg insgesamt 105 Einsätze abgearbeitet, was weiterhin ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft erfordere. Die Kinder- und Jugendfeuerwehrarbeit lobte sie ausdrücklich und betonte deren Unverzichtbarkeit für die Zukunft. Ein besonderer Dank galt allen Betreuerinnen und Betreuern. Ebenso würdigte sie die aktive Alters- und Ehrenabteilung. Für 2026 kündigte sie unter anderem die Ersatzbeschaffung eines HLF 20 für die Feuerwehr Gudensberg sowie weitere Maßnahmen am Feuerwehrhaus Deute an.
Grußworte und Ausblick
Ortsvorsteher Karsten Heyner konnte nicht persönlich teilnehmen, ließ jedoch ein Grußwort durch Lothar Heideloff verlesen, in dem er der Feuerwehr für ihr außerordentliches Engagement dankte und ganz besonders Lars Völske.
Zum Abschluss wurde ein Ausblick auf das Jahr 2026 gegeben. Im April findet die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Gudensberger Feuerwehren in Dorla statt. Zudem unterstützt die Feuerwehr den Musikverein bei dessen Jubiläum.
Der neue Gesamtvorstand
v.l. Sara Ohlwein, Romina Eubel, Tobias Fricke, Marcel Schomberg, Lars Höhle, Tanja Völske, Georg Böhm, Kathrin Wagner



